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Room Make-Over: Perfekte Wandstreifen mit diesem Trick

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Mit ein bisschen einfachster Mathematik, gutem Klebeband und einem simplen Trick lassen sich perfekte Blockstreifen an die Wand malen.

Eines vorweg: Mathematik gehört nicht zu meinen Stärken. Ebenso wenig wie Geduld, langes Zuhören oder sparsam sein. Lass dich von der Überschrift also nicht abschrecken falls du da ähnlich tickst wie ich, deine Mathematik-Kenntnisse, die du hierfür brauchst, werden ganz sicher ausreichen, denn meine taten es auch.


Das Badezimmer für Gäste in meinem Haus gehört zu denen, denen ich bisher leider noch nicht die Aufmerksamkeit geschenkt habe, die es verdient hätte. Wir sind vor 6 Jahren eingezogen und das Badezimmer war schon fertig, so dass wir nichts mehr mitentscheiden konnten. Die Wand- und Bodenfliesen lagen schon drin und derjenige, der Beige-Gelb als Farbe ausgesucht hat, gehört meiner Meinung nach vors Interior-Gericht und zu lebenslanger Haft in einer beige-gelb gekachelten Zelle verurteilt.

Da es hunderttausend andere Baustellen im neuen Haus gab, die unser ganzes Budget verschlangen, musste das Gästebad erst einmal bleiben wie es war und seinem beige-gelbem Dasein fristen.

Schau mal, so sah es bis vor kurzem aus:

Room Make-Over: Perfekte Wandstreifen mit diesem Trick
Vorher

Und so sieht es jetzt aus:

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Nachher

Streifen können deinem Zimmer zu einem komplett neuen Look verhelfen und ihm einen gewissen „Style“ einhauchen. Außerdem lenken sie hervorragend von anderen Dingen in deinem Raum ab, die dir vielleicht nicht so gut gefallen, wie z.B. in meinem Fall den beige-gelben Fliesen, die ich überhaupt nicht mag.

Perfekte Streifen an eine Wand zu malen, ist dabei aber nicht ganz so trivial, wie man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Es Bedarf ein wenig guter Vorbereitung, einigen Überlegungen und der richtigen Materialien, wie z.B. sehr gut klebendem Malerband. In folgendem zeige ich euch wie ihr Schritt für Schritt zu diesem Ergebnis kommt und was für Tipps und Empfehlungen ich euch dafür geben kann.

Schritt 1 – Farbauswahl

Triff als erstes die beiden wichtigsten Entscheidungen: welches soll deine Grundfarbe sein und in welcher Farbe setzt du die Streifen oben drauf. Wenn du nicht gerade ein ganz neues Haus baust, dürfte die Entscheidung bei dir ähnlich eingeschränkt sein wie bei mir, da die Wand- und Bodenfliesen ja schließlich zur Wandfarbe passen sollen und schon vorgegeben sind. Du solltest dir also Farben aussuchen, die aus der gleichen Farbfamilie stammen oder einen sehr deutlichen Kontrast zu ihr bilden.

Klebe dir die Farbkarten, die dir gefallen am besten für ein paar Tage an die zu streichende Wand und schaue immer wieder drauf, dann werden sich schnell Favoriten herausbilden. Ich habe mich für 2 warme Grautöne entschieden. Der hellere Ton, meine Grundfarbe, passt dabei genau zu den Fugen zwischen den Fliesen. So stelle ich sicher, dass Wand- und Bodenfliesen trotz ihrer Andersfarbigkeit zur neuen Wandfarbe passen.

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Schritt 2 – Abkleben

Hast du dich für 2 Farben entschieden, beginnst Du damit alle diejenigen Flächen, die nicht in der Grundfarbe angestrichen werden sollen, mit Malerband abzukleben. Wenn du den ganzen Raum neu in deiner Grundfarbe anstreichst, sind das nur Fenster, Türrahmen, Decke etc. Streichst Du nur eine einzelne Wand, musst Du auch die angrenzenden Wände abkleben.

Wir empfehlen dir hier das Malerband von tesa, da es (im Gegensatz zu No-Name Malerkrepp aus dem untersten Regal im Baumarkt) excellent klebt und es nach dem Abziehen kein böses Erwachen in Form von darunter gelaufener Farbe gibt. Außerdem ist es extrem flach und hinterlässt somit keine störenden Farbkanten.

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Schritt 3 – Grundfarbe aufbringen

Nun kannst du mit Pinsel und Rolle deine Grundfarbe auf die Wand bringen, um die alte Wandfarbe vollends zu verdecken.

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Schritt 4 – Streifen berechnen

Während deine Grundfarbe an der Wand trocknet, holst du Zollstock, Notizblock und Taschenrechner heraus und berechnest die späteren Streifen. Wie oben schon erwähnt, musst du kein Enkel von Einstein sein, um das zu berechnen, denn es ist eigentlich ganz einfach.

Miss als erstes die Höhe deiner Wand aus und entscheide, wie viele und wie breite Streifen du haben möchtest. Überlege dir dabei, ob alle Streifen die gleiche Breite haben sollen oder ob es schmale und breite Streifen geben soll? Ich habe mich für gleich-breite Blockstreifen entschieden.

Meine Wand ist 132cm hoch. Da ich noch eine Zierleiste am Ende oben an die Decke setzen wollte, habe ich das Maß dieser von der Höhe abgezogen und es blieben 128,5cm, auf welchen ich 7 gleichmäßige Streifen setzen wollte: 4 helle und 3 dunkle.

Du teilst nun also die Höhe durch die Anzahl der Streifen, um zu erfahren, wie breit jeder einzelne Streifen wird. In meinem Falle also 128,5 : 7=18,4. Meine Blockstreifen sollten also eine Höhe von 18,4cm haben. Yeah, die wichtigste Info für deine neue Streifenwand hast du nun schon!

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Schritt 5 – Streifen abkleben

Ist deine Grundfarbe vollständig getrocknet (am besten über Nacht) klebst du mit dem tesa Malerband deine Streifen ab. Mache dir hierfür mit Hilfe von Zollstock und Bleistift viele kleine Markierungen an die Wand, damit du das Malerband gleichmäßig und immer auf der richtigen Höhe über die ganze Wand anbringen kannst. Auch eine Wasserwaage oder Wasserwaagen-App kann hier zur Kontrolle nicht schaden, damit die Streifen auch wirklich gerade werden.

Klebe das Malerband immer jeweils über und unter deinen Markierungen auf, um die Streifen später alle in der selben Breite zu haben. Zur Sicherheit kann ich nur empfehlen, die Streifen, die du im nächsten Schritt NICHT mit der zweiten Farbe anmalen wirst, mit einem Kreuz zu markieren. Ich weiß, es klingt banal und du denkst, du wirst dir jawohl merken können, welche Streifen bemalt werden und welche in Grundfarbe bleiben, aber glaube mir, du wirst durch den Tüdel kommen, wie der Hamburger sagt, wenn Du dir keine Kreuze klebst :-)

Achtung wichtig: Je nach Beschaffenheit deiner Wand, solltest du dir das am besten geeignete Malerband von tesa dafür nehmen, denn im nächsten Schritt ist perfekt klebendes Malerband wichtiger denn je. Es gibt das Malerband in verschiedenen Ausführungen je nach Beschaffenheit deiner Wand, schaue am besten HIER einmal nach welches für deine Wand am besten geeignet ist. Ich habe bei mir das Blaue und eigentlich für den Aussenbereich gedachte Malerband genommen, einzig und allein deshalb, weil du die anderen Farben auf den Fotos nicht gut hättest erkennen können. Lass dich also davon nicht irritieren und schaue bei tesa nach, welches Band für dich das passende ist.

Tipp: Vergiss nicht auch die Seitenwände senkrecht von oben nach unten abzukleben, die ggfs. an deine Streifenwand grenzen. Denn auch zur Nachbarwand hin sollen die Streifen später perfekt abgegrenzt sein.

Wenn Du alle Bahnen abgeklebt hast, drücke das Malerband überall richtig fest an. Verwende dazu am besten ein trockenes Tuch, mit welchem du über die Streifen gehst und sie dabei fest andrückst.

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Schritt 6 – der Trick zu perfekten Streifen ohne Lecknasen

Nun kommt mein Geheimtipp für perfekt aufgemalte Streifen, ohne auch nur die kleinsten Lecknasen:

Statt deiner zweiten Farbe, in denen die Streifen gemalt werden sollen, nimmst du dir jetzt erst noch einmal wieder deine Grundfarbe zur Hand. Ja du hast richtig gelesen, du nimmst dir noch einmal deine Grundfarbe statt der Streifenfarbe. Mit einem Pinsel oder eine kleinen Rolle, trägst du die Grundfarbe nun noch einmal auf die Ränder deines (fest angedrückten!) Klebebandes auf. Und zwar auf der Seite des Malerbandes, die später mit der zweiten Farbe übermalt wird. Der Grund dafür ist ganz einfach: solltest du beim Andrücken des Klebebandes nicht 100% perfekt gearbeitet haben oder deine Wand nicht 100% eben sein (was praktisch nirgendwo der Fall ist), wird dir immer ein mini-bisschen Farbe unter das Malerband laufen. Das wären dann später unschöne, kleine Lecknasen, die deine Streifenwand nicht mehr perfekt aussehen lassen.

Um das zu vermeiden, „versiegelst“ und füllst du die Unebenheiten der Wand quasi vorher mit der Grundfarbe auf, so dass die zweite Streifenfarbe dort später nicht mehr hineinlaufen kann. Die Lücke ist quasi schon besetzt!

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Schritt 7 – Streifenfarbe auftragen

Nun kommen endlich deine Streifen; trage die Farbe, in der deine Streifen sein sollen gleichmäßig mit einer Rolle auf die Zeilen auf, die vorher kein Kreuz von dir bekommen haben. Sei dabei an den Malerband-Grenzen schön vorsichtig, damit die Zeilen darüber oder darunter nicht versehentlich mit angemalt werden.

Achtung wichtig: ziehe das Malerband direkt nach dem Auftrag wieder ab. Warte nicht bis die Farbe getrocknet ist! Auch das ist ein wichtiger Schritt zu perfekt gemalten Streifen mit Wandfarbe.

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Schritt 8 – Ergebnis bewundern

Das wieder-abziehen des Malerbandes nachdem du deine Streifenfarbe aufgebracht hast löst direkt Glücksgefühle bei dir aus, das kann ich dir versprechen. Mit jeder fertig gemalten Zeile wächst die Vorfreude auf das Endergebnis und macht dich garantiert glücklich.

Schau mal, wie perfekt meine Streifen geworden sind; nicht eine einzige, winzigkleine Lecknase oder Unebenheit. tesa Malerband und Streifen-Geheimtipp sei dank!

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Geschafft, wohoo, sieht doch toll aus, oder was meinst du? Ich bin jedenfalls ganz begeistert von meinem neuen Streifen-Bad!

Nachdem der Spiegel wieder aufgehängt und das erste Chaos beseitigt war, habe ich mir übrigens noch einmal den Pinsel und die dunkelgraue Streifenfarbe geschnappt und einige einfache Bilderrahmen aus Holz damit angestrichen. Ich wollte, dass sich die gleiche Farbe auch auf den anderen Wänden des Raumes noch einmal wiederfindet. Ein paar schöne Bilder oder Motivationssprüche rein, tesa Powerstrips auf die Rückseite und ab die Wand damit. Einfacher geht’s nicht!

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Und hier noch einmal der Vorher-Nachher Vergleich, um dich vollends von meinen Streifen zu überzeugen:

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Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem ganz eigenen Room Make-Over und hoffe, ich konnte dir ein wenig die „Angst“ vor Streifen nehmen,

alles Liebe deine Moni

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